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Netto-Null bis 2040 statt 2050

Medi­en­mit­tei­lung der Kli­maal­li­anz Win­ter­thur vom 31.5.2021

Die im fol­gen­den genann­ten Frak­tio­nen des Gros­sen Gemein­de­ra­tes von Win­ter­thur (gemein­sam als "Klima-Allianz" bezeich­net) wer­den an der heu­ti­gen Rats­sit­zung eine Anpas­sung des Netto-NullCO2 Ziels für die geplante Aktua­li­sie­rung des Grund­satz­be­schlus­ses aus dem Jahre 2012 bean­tra­gen:

SP, Grüne/AL, glp, EVP (Rei­hen­folge: Frak­ti­ons­ge­wich­tung im Rat)

Ände­rungs­an­trag zur Wei­sung 19.28:

Netto-Null Ziel bis 2040  statt 2050, Zwi­schen­ziel 1t bis 2033  statt 2035

 

Die Kli­ma­er­wär­mung schrei­tet unge­bremst voran. Die Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur in der CH ist seit der Indus­tria­li­sie­rung bereits um 2 Grad gestie­gen. Die letz­ten 30 Jahre wurde zu wenig dage­gen unter­nom­men, auch in Win­ter­thur. Seit der Ein­rei­chung der Netto-Null Motion sind wie­der zwei Jahre ver­gan­gen, in denen sich erneut gezeigt hat, dass der Hand­lungs­be­darf für CO2-Reduktionsmassnahmen immer dring­li­cher wird. Doch nicht nur das. Wohl­ha­bende Län­der wie die Schweiz haben in die­sem Pro­zess eine ganz beson­dere Ver­ant­wor­tung, sind sie es doch, wel­che bis­her den aller­gröss­ten Teil des CO2-Budgets auf­ge­braucht haben, das gemäss IPCC ein­ge­hal­ten­wer­den muss, um die Erwär­mung welt­weit nicht über zwei Grad anstei­gen zu las­sen. Bereits vor zwei Jah­ren hatte auch die Stadt Win­ter­thur den Klima-Notstand aus­ge­ru­fen. In der beson­de­ren Ver­ant­wor­tung der gros­sen Städte genügt das bis­he­rige Netto-Null Ziel 2050 nicht mehr. Die Klima-Allianz bean­tragt des­halb eine der Situa­tion ange­mes­sene und ehr­gei­zi­gere Ziel­set­zung für Netto-Null bereits bis zum Jahre 2040. Kon­gru­ent dazu soll auch das Zwi­schen­ziel 1t leicht auf das­Jahr 2033 vor­ge­zo­gen wer­den. Ziel­set­zun­gen und Mass­nah­men­pro­gramm sind damit ver­gleich­bar zu jenen der Stadt Zürich.

Diese Anpas­sun­gen bedin­gen kei­nes­wegs, dass wir nicht mit dem vom Stadt­rat vor­ge­leg­ten Mass­nah­men­plan star­ten könn­ten. Die Klima-Allianz sieht weder eine sach­li­che noch zeit­li­che Not­wen­dig­keit zu einer Ver­zö­ge­rung. Im Gegen­teil. Das Mass­nah­men­pro­gramm ent­spricht quasi einer rol­len­den Pla­nung, die jetzt für die ers­ten 7 Jahre auf­ge­legt ist. Es genügt, wenn diese bis in rund 5 bis 6 Jah­ren ent­spre­chend ergänzt und für die nächste Periode vor­be­rei­tet wird. Das Pro­gramm ist für den Start bereits sehr ehr­gei­zig, es soll raschest mög­lich in die Umset­zung!

Die Gesprä­che der Klima-Allianz fan­den nicht zuletzt auch mit dem Kli­ma­st­reik Win­ter­thur statt. Dort wurde beschlos­sen, die vor­lie­gende Anpas­sung in der, nach dem posi­ti­ven Rats­be­schluss statt­fin­den­den Volks­ab­stim­mung, gemein­sam im Grund­satz zu unter­stüt­zen. Der Kli­ma­st­reik betont aller­dings wei­ter­hin expli­zit, dass auch die­ses Ziel nicht genügt.

Die Klima-Allianz ihrer­seits ist über­zeugt, dass damit auch in Win­ter­thur für die fol­gen­den Jahre eine wich­tige und poli­tisch trag­fä­hige Leit­planke zu umsetz­ba­ren Netto-Null Mass­nah­men gelegt wer­den kann.

Für die ein­gangs erwähn­ten Frak­tio­nen zeich­nen die fol­gen­den Per­so­nen diese Mit­tei­lung und ste­hen gerne für wei­tere Aus­künfte zur Ver­fü­gung:

SP: Lea Jacot, 079 762 23 81

Grüne/AL: Reto Die­ner, 076 540 90 46

glp: Samuel Kocher, 079 788 13 16

EVP: Michael Bän­nin­ger, 079 216 50 66