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Gezielte Entlastung für Familien mit schwerbehinderten Kindern

Die über­wäl­ti­gende Mehr­heit des Natio­nal­rats (186 : 2!) will Fami­lien, die schwer­kranke oder schwer­be­hin­derte Kin­der zu Hause pfle­gen, durch zusätz­li­che finan­zi­elle Mit­tel gezielt ent­las­ten. Die EVP hatte sich bereits in der Kom­mis­sion kon­se­quent auch dafür ein­ge­setzt, dass die­ser Inten­siv­pfle­ge­zu­schlag künf­tig nicht mehr vom Assis­tenz­bei­trag abge­zo­gen wird.

Der Inten­siv­pfle­ge­zu­schlag soll nun in Abhän­gig­keit des Pfle­ge­be­darfs des Kin­des gestaf­felt erhöht wer­den, damit betrof­fene Fami­lien über einen grös­se­ren finan­zi­el­len Spiel­raum ver­fü­gen und die zusätz­li­chen Mit­tel für kon­krete Ent­las­tungs­mass­nah­men ein­set­zen kön­nen.

Zudem befür­wor­tete die Rats­mehr­heit sogar eine Aus­nah­me­be­stim­mung, die sicher­stellt, dass Fami­lien nicht benach­tei­ligt wer­den, die einen Assis­tenz­bei­trag erhal­ten: kon­kret soll der Inten­siv­pfle­ge­zu­schlag künf­tig nicht mehr vom Assis­tenz­bei­trag abge­zo­gen wer­den.

Die EVP hielt von Anfang an kon­se­quent am ursprüng­li­chen Ziel fest, die finan­zi­elle Ent­schä­di­gung für eine Assis­tenz ohne jeg­li­che Abzüge zu gewähr­leis­ten, um eine chro­ni­sche Über­for­de­rung und Über­las­tung der Fami­li­en­mit­glie­der zu ver­hin­dern. Sonst hätte man den Fami­lien, die es am drin­gends­ten benö­ti­gen, mit der einen Hand zusätz­li­che Mit­tel gewährt, um sie ihnen mit der ande­ren wie­der abzu­zie­hen. Die Mehr­heit des Rates bestä­tigte diese Hal­tung schliess­lich.

Die EVP hatte sich bereits 2011 mit einer Motion für eine wei­ter­ge­hende Ent­las­tung von Fami­lien mit behin­der­ten Kin­dern ein­ge­setzt.